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What now?

Alle sprechen gefühlt nur über ein einziges Thema. Tag für Tag ändert sich die Situation, vieles ist unsicher. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Was ist konstant, woran können wir uns orientieren? Meine Gedanken dazu möchte ich im folgenden mit euch teilen. 

Raphaëlle – ETREFORT Team

 

Das Leben geht weiter, einfach langsamer.

In diesem Text möchte ich meine Gedanken dazu mit dir teilen. Ich habe keine allgemein gültigen Antworten aber ich weiss, wie viel wir über unsere Einstellung ändern können. Ich wünsche mir, dass du aus meinen Worten viel Energie, Motivation und Mut mitnehmen kannst.

Was will ich sehen?

Es kursieren viele negative Informationen, in den News liest und sieht man kaum noch was anderes als Neues zum Virus – und doch schleichen sich auch immer wieder positive Nachrichten dazwischen. Beispielsweise, dass die Luftqualität in China signifikant besser geworden ist. Oder dass das Wasser in den Kanälen von Venedig auf einmal klar ist. Wie sich Menschen momentan überall gegenseitig unterstützen – sei es singend auf den Balkonen oder durch spannende Challenges, die dank Social Media Leute über grosse Distanzen zusammenbringen – und damit die Einsamkeit reduzieren. Genauso inspirierend sind die Hilfegruppen, in denen sich Nachbarschaften zur gegenseitigen Unterstützung organisieren – in meinem Fall ist die Gruppe innerhalb von einem Tag auf 100 Personen gewachsen, und Hilfesuchende sind innerhalb von wenigen Minuten vermittelt. Auf solche Dinge lenke ich meine Aufmerksamkeit, weil mir das Hoffnung und Energie gibt.

Wofür bin ich dankbar?

Dass ich mich auf die oberstehenden Geschehnisse konzentriere geht damit einher, dass ich unglaublich dankbar bin, für jede Person, die aktuell einen Beitrag leistet. In erster Linie für das gesamte Pflegepersonal, für alle die sicherstellen, dass alles Nötige wie Essens-, Strom- und Wasserversorgung weiterhin funktionieren. Für alle, welche den Regeln einhalten, die vom Bund oder der WHO eingeführt werden. Für jeden, der sich um seine Nächsten sorgt, egal über welchen Kommunikationskanal. Und für alle, die in meinem Leben den Unterschied machen. Danke.

Wen kann ich unterstützen?

Ich bin weder medizinisch ausgebildet noch kenne mich mit Stromversorgung aus. Nichtsdestotrotz überlege ich mir, wo ich meinen Beitrag leisten kann, damit wir mit viel Energie weitermachen können.

Hier sind einige Fragen, die ich mir täglich stelle – momentan noch regelmässiger:

  • Wie kann ich meine Familie unterstützen?
  • Wie kann ich meine Freunde und Mitarbeiter unterstützen?
  • Wie kann ich Menschen in meinem Wohngebiet unterstützen? (Ein Beispiel für die Schweiz: www.hilf-jetzt.ch)

Dabei geht es darum, mit den jeweiligen Personen den Kontakt zu pflegen. Zu wissen wie oder womit ich sinnvoll helfen kann, finde ich nur heraus, wenn ich immer wieder nachfrage. Vielleicht reicht es schon, dass ich täglich frage, wie es jemandem geht, oder worüber wir heute zusammen sprechen sollen. Oder dass ich im Wohnhaus oder Quartier meine Hilfe anbiete – zum Beispiel in dem ich einen Zettel aufhänge mit meinen Kontaktdaten und wie ich bereit bin zu helfen. Mit zu denken, wie alle Mitmenschen möglichst informiert bleiben, denn nicht alle Generationen sind gleich regelmässig im Internet oder auf Social Media. Dabei ist es wichtig, Selbstverantwortung zu tragen und nur rauszugehen, wenn man sich komplett gesund fühlt, und auch dann nahen Kontakt zu meiden und alle weiteren aktuellen Richtlinien zu befolgen.

Vielleicht ist es genau das, was unsere Welt gerade braucht? Eine Entschleunigung, eine Pause? Mal wieder vor den Kopf gestossen zu werden? Aus der Komfortzone gebracht werden?

Welche Chancen bieten mir diese Situation?

“Das Leben geht weiter, einfach langsamer.”, meinte Alain Berset vor einigen Tagen. Ich finde die Aussage sehr wertvoll, denn die Welt steht nicht still. Wir müssen aber neue Lösungen finden, wie wir unser tägliches Leben handhaben.

Ist es nicht unglaublich spannend, wie viel dieses Virus bewirkt?
Es gibt Hoffnung, dass wir als Gemeinschaft viel verändern können, wenn wir uns dafür entscheiden. Denn jede unserer Handlungen trägt einen Teil dazu bei, wie wir mit anderen Menschen und unserer Umwelt umgehen. Aber nur, wenn wir eine Sache als genug dringend ansehen.

Vielleicht ist es genau das, was unsere Welt gerade braucht? Eine Entschleunigung, eine Pause? Mal wieder vor den Kopf gestossen zu werden? Aus der Komfortzone gebracht werden?

Stark – sinnvoll – nachhaltig. Unsere Vision hat für mich jetzt mehr Bedeutung als je zuvor, denn ich will aktuell noch stärker sein für alle Mitmenschen um mich herum, ich will sie sinnvoll unterstützen können, damit aus diesem Ereignis eine Zukunft entstehen kann, auf die wir als Gemeinschaft stolz sind.

Die jetzige Situation schafft Zeit. Viele pendeln beispielsweise nicht mehr, gewisse Aufgaben verringern sich oder fallen komplett weg. Also ist die naheliegende Frage, was aus dieser gewonnenen Zeit gemacht werden kann. Ich gestalte meinen Tagesablauf neu und entschleunige damit meinen Alltag. Ich überlege mir, wann ich was machen will und was sich optimal verbinden lässt, falls ich doch raus muss. Beispielsweise kann ich meine Morgen- und Abendroutine überdenken. Dinge zu Hause erledigen, die sonst im Alltag nie ganz oben auf die Liste kommen. Und das sagen mir schon ganz viele Andere – dass sie mehr Zeit haben. Ist das nicht schön?

Den eigenen Tagesablauf neu zu gestalten, bedeutet gleichzeitig auch zu überdenken, wofür ich meine Energie einsetze. Ich stelle mir die Frage, ob ich mit meiner Arbeit das erreiche, was mir in der jetzigen Situation wichtig ist. Darüber habe ich mich mit Pierre ausgetauscht. Seine Aussage dazu gibt mir Sicherheit, denn das spüre ich auch: “Selbst wenn ich mit Sicherheit wüsste, dass die Welt so wie wir sie kennen demnächst enden würde, mein Tag sähe wohl sehr ähnlich aus. Die Message, die ich verbreiten will bleibt die Gleiche. Höchstens die Art, wie ich sie kommuniziere, das kann sich ändern.” Wie wir das gemeinsam erreichen können, daran arbeiten wir bei ETREFORT jeden Tag und finden neue Strategien. Wir wollen Menschen in ihren Stärken unterstützen – dieses Ziel haben wir für jeden Menschen, der Teil von ETREFORT ist, vom Produzent bis zum Kunden.

 

Persönliche Gedanken – Wie geht es mir?

Ich habe nun viel über das Helfen geschrieben und wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen. Die beste Voraussetzung dafür ist, dass es mir gut geht. Ich nehme mir gerade jetzt intensiver Zeit für mich. Ich überlege mir, was ich brauche, damit meine Energie nicht versandet. Eine meiner Strategien ist es, wie oben erwähnt, meine Aufmerksamkeit auf die guten Ereignisse zu lenken.

Folgende Beispiele haben mich in den letzten Tagen inspiriert und Energie gespendet:

  • Die Erkenntnis, dass genau jetzt wieder Hoffnung in Menschen geweckt wird, weil sie die funktionierende Zusammenarbeit sehen. Weil sie sehen, was wir als Gemeinschaft erreichen können und bewegen können.
  • Das Gefühl, dass mir so viel Positives von allen Seiten entgegenstrahlt. Gegenseitige Unterstützung – Viel Nachfrage, wie es geht und was einen gerade beschäftigt. In jedem Austausch der letzten Tage, habe jeweils ich mindestens eine Aussage dazu erhalten, was mein Gegenüber in der Situation als positiv empfindet. Sorgen sind trotzdem da, die sich nicht ganz abschütteln lassen, aber sie überwiegen ganz klar nicht.
  • Die Erfahrung, dass jemand mich fragt, wie ich zu dem ganzen Thema stehe und um Rat gefragt werde. Das Resultat daraus, dass wir beide uns am Schluss gegenseitig motiviert haben und mit einem Lächeln aus dem Gespräch kommen.

Wie zu Beginn erwähnt, teile ich diese Gedanken in der Hoffnung, in dir Positives zu bewirken. Unsere Energie bei ETREFORT mit dir zu teilen, damit du einen Unterschied in deinem Umfeld machen kannst. Wir freuen uns über jeden Input und jede Rückmeldung zu diesem Text.

Falls du dich intensiver über ein Thema austauschen möchtest, zögere nicht uns persönlich anzuschreiben:

Als Abschluss noch zwei Links, die mich in den letzten Tagen besonders motiviert haben:

Bodo Schäfer – 4 Tipps, wieso der Virus für dich eine Chance ist
Finde oder gründe Gruppen, um in deiner Nachbarschaft zu helfen

Was sind deine Gedanken zu diesem Text?

Teile uns deine Meinung in den Kommentaren mit.

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